Stoos-Kapelle |
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Pfarradministrator Konrad Burri Pfarreikoordinator Peter Gehring Pfarreisekretariat Dorfstrasse 12 6443 Morschach 041 820 11 49 pfarrei.morschach@bluewin.ch |
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Gottesdienste |
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Geschichtlicher Abriss |
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| Im Jahre 1714 begann man mit dem Bau der ersten Stooskapelle auf dem Gebiet des "vorderen Balmberg". Im Jahre 1721 war die Kapelle bezugsbereit und Pfarrer Strüby von Schwyz segnete das Heiligtum am 10. Oktober des gleichen Jahres ein. Die feierliche Einweihung erfolgte durch den Konstanzer Weihbischof Johann Franz Anton Graf von Siegenstein am 29. Juli 1730. Als Kirchenpatrone wurden die Gottesmutter "Mariahilf", die beiden Bekenner St. Wendelin und St. Antonius bestellt. 1734 wurde ein Kreuzweg errichtet, 1788 erfolgte eine Renovation und 1802 erhielt die Kapelle ein Holzgewölbe. Ein Priester aus Schwyz erklomm Sonntag für Sonntag den steilen und beschwerlichen Weg auf den Stoos. Nicht etwa nach einem reichhaltigen Frühstück, sondern absolut nüchtern. Eine damalige Vorschrift zum Empfang der hl. Kommunion besagte, dass nach Mitternacht nicht das geringste genossen werden durfte. 1821 wurde dann neben der Kapelle ein "Pfrundhaus" erstellt, in dem die "Geistlichen von Schwyz", die den Gottesdienst meist hielten, vom Samstag auf den Sonntag oder in ihren Ferien wohnen konnten. Über ein Jahrhundert hat das Pfrundhaus diesem Zweck gedient, bis es dann am 1. März 1929 ein Raub der Flammen wurde. Der Zustrom der Gläubigen, besonders durch den zunehmenden Fremdenverkehr, vermochte räumlich nicht mehr zu genügen. Im Jahre 1860 wünschten die Älpler mit Hilfe der Fassbindschen Stiftung eine Vergrösserung der Kapelle. Infolge fehlender Mittel, konnte dies jedoch vorerst nicht ausgeführt werden. Das bescheidene Gotteshaus war immer mehr dem Zerfall ausgesetzt, besonders wegen der feuchten und schattigen Lage. Am 3. Juli 1927 wurde dann die Kapellgenossenschaft gegründet, welche sich nach Verhandlungen mit der Fassbindschen Stiftung entschloss, eine neue Kapelle zu bauen. Das Kapellgrundstück und der Platz des abgebrannten Pfrundhauses wurden mit dem Eigentümer des Kurhauses Stoos, Martin Pfyl, gegen ein Wegrecht zur neuerstellten Kapelle eingetauscht, so dass anfangs der dreissiger Jahre mit dem Bau der neuen Kapelle auf dem jetzigen, erhöhten Sandort begonnen werden konnte. Es entstand ein Holzbau, architektonisch der Landschaft angepasst. Die Einrichtung ist zweckmässig und gediegen. Innenausstattung Die Stooskapelle birgt einen kostbaren Schatz. Das liebliche Gnadenbild "Maria Hilf" ist eine Nachahmung des Bildes von Lucas Cranach (1472 - 1553), das sich in Innsbruck befindet. Der Holzaltar stammt aus dem Jahr 1721. Zwei vorgeknöpfte, korinthische Säulen, an denen Früchtebündel hängen, tragen das gerade Gebälk. Im Segmentgiebel ist eine Kartusche mit Engelkopf. Zu den beliebten Patronen der Bergler und Bauern gehören besonders der hl. Josef, der hl. Franziskus von Assisi, der hl. Wendelin und der hl. Antonius, der Einsiedler. Sie alle haben in der Kapelle ihren Ehrenplatz. Den hl. Josef sieht man links und den hl. Franziskus rechts auf dem Altar. Die Kommunionbank wird auf der linken Seite vom hl. Wendelin und auf der rechten vom hl. Antonius begrenzt. Alle Statuen datieren um das Jahr 1720. Hinten im Eingangsraum befinden sich viele Votivtafeln. Besonders aus der ersten Zeit der Kapelle stammen viele Zeugnisse und Votivtafeln von ausserordentlichen Hilfen durch die Fürbitte Marias. Der Betruf (Alpsegen) Der Betruf ist ein altes schweizerisches Älplerabendgebet, überliefert in deutscher, französischer und rätoromanischer Sprache. Es ist überliefert in der Innerschweiz, im Wallis, Graubünden, im Sarganserland und im Fürstentum Liechtenstein. Der Älpler, unter dem Alpkreuz stehend, durch die schallverstärkende trichterförmig vor den Mund gehaltenen Hände oder mit Hilfe eines Schalltrichters, hier Volle genannt, ruft abends ein Gebet über die Alp. Der Betruf fleht für Mensch, Vieh, für die Alphütten und die Weiden, Gottes, Mariens- und aller Heiligen Segen. Der Segen soll wirken, so weit der Ruf ertönt. Die angerufenen Alpheiligen sind neben der Gottesmutter Maria, St. Wendelin, St. Antonius und der Bruder Klaus. Auch im Alten Land Schwyz, dort, wo auf dem Stoos die Mariahilf-Kapelle steht, beginnt der Betruf mit "Ave - ave Maria" |
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Alpsegen im Alten Lande Schwyz |
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| Ave - ave - ave Maria Es walte Gott und Maria Der Name des Herrn sei gebenedeit von nun an bis in Ewigkeit. Vieh und Alpen Leut und Land schütz und segne uns mit deiner Hand. Ave Maria Sei gegrüsst, die du voll der Gnaden bist. Und unter den Weibern bist du gebenedeit von nun an bis in Ewigkeit. Heilige Maria, Mutter Gottes, bitt für uns arme Sünder, jetzt und in der Stunde unseres Absterbens Ave - ave - ave Maria. Es walte Gott und Maria Sankt Josef und Sankt Wendel und Antonius Sankt Lukas, Matthäus und Markus |
Sankt Philipp, Jakobus und Isidor, Sankt Johannes und Evangelist, der am Kreuz des Herrn gestanden ist. Und die Engel und Heiligen all, die sollen uns gnädig bewahren, vor Übel, Unglück und Gefahren. An Leib und Seel - an Hab und Gut, und das liebe Vieh halten in treuer Hut und was sonst zur Alp gehören tut. Vor Blitz, Hagel und Wetterschlag und den bösen Geistern all. Beschütze uns Gott zu aller Zeit, von nun an bis in Ewigkeit. Ave - ave - Maria Es walte Gott und Maria. Gelobt sei Jesus Christ, In Ewigkeit, in alle, alle Ewigkeit. Amen |
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