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"in Morsacho" 1261 erstmals urkundlich erwähnt |
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Geschichtlicher Abriss |
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| Vor 20'000 Jahren lagerte der Reussgletscher vom Gotthard her eine Reihe granitener Findlinge in die heutigen Matten und Wälder ab. Der Druidenstein beim Heimwesen "Grossegg", soll ein keltischer Opferaltar gewesen sein. Aus der älteren Steinzeit stammen die Bärenskelette, die man 1860 in der Höhle am Bärentross unter Schichten von Lehm und Kalktuff entdeckte. Im Jahre 1611 starb ein Drittel der Bevölkerung, etwa hundert Menschen am "Beulentod" der Pest. Aus der Römerzeit und für den alten Saumweg zeugen die Bronce-und Münzefunde, für die Anfänge der Eidgenossenschaft die Überreste einer Letzimauer. 1261 wurde Morschach erstmals urkundlich erwähnt: "in Morsacho". Schon sehr früh, in voralemannischer Zeit, war Morschach besiedelt. Bereits zur Zeit der Gründung der Eidgenossenschaft ist das älteste Haus auf Tannen gebaut worden. Im Jahre 850 wurde das erste Kirchlein errichtet. 1318 ist Abt Gallus, Beschützer der Pilger und Passwanderer, zum Kirchenpatron von Morschach erkoren worden. Ihm wurden der heilige Mauritius und seine Gefährten als Nebenpatrone zugestellt. 1676 erhielt der heilige Franz Xaver eine Kapelle in der "Laui". Seit 1575 besitzt Morschach, neben ältesten Jahrzeitenbüchern, die Handschrift "das grosse Gebet der Eidgenossenschaft", das der spätere Abt Ulrich Wittwiler von Einsiedeln der Pfarrei Morschach widmete. Bis 1864 die Axenstrasse gebaut war und ab 1882 die Gotthardbahn dem See entlang dampfte, lag Morschach fast 700 Jahre lang am alten Pilger- und Saumweg über den Gotthard. Nach dem Bau der Axenstrasse wurde 1866 von Brunnen her ein Stässchen in den Fels gehauen, und von 1905 bis 1968 fuhr eine elektrische Zahnradbahn nach Morschach und weiter zum Axenstein. Über den steilen Hinter-Wasi-Hang, beim heutigen "Mattli" führt eine Gasse hinunter bis an den "Ort" am Urnersee, wo der Name "alte Sust" auf einen Umschlagplatz vom Schiff auf die Saumtiere hinweist. Der Winter- und Ferienort Stoos, liegt auf 1300 m über Meer und gehört zur Gemeinde Morschach. Im Jahre 1714 begann man mit dem Bau der ersten Stooskapelle auf dem Gebiet des "vorderen Balmberg". Im Jahre 1721 war die Kapelle bezugsbereit und Pfarrer Strüby von Schwyz segnete das Heiligtum am 10. Oktober des gleichen Jahres ein. Die feierliche Einweihung erfolgte durch den Konstanzer Weihbischof Johann Franz Anton Graf von Siegenstein am 29. Juli 1730. Als Kirchenpatrone wurden die Gottesmutter "Mariahilf", und die beiden Bekenner St. Wendelin und St. Antonius bestellt. 1734 wurde ein Kreuzweg errichtet, 1788 erfolgte eine Renovation und 1802 erhielt die Kapelle ein Holzgewölbe. Das älteste Gasthaus auf dem Stoos war das "Alpstubli". Es wurde um das Jahr 1761 gebaut und Ende des 19. Jahrhunderts zu einer Pension ausgebaut. Diese wurde wiederum im Jahre 1911 in ein Hotel umfunktioniert. Der Grundstein zum Kurort Stoos legte Peter Suter ein Landamman im Jahre 1850, als er dort Land kaufte und im folgenden Jahr ein einfaches Gasthaus erbaute. Nach zahlreichen Umbauten und Besitzerwechseln wechselte auch der Name. Ab nun hiess es "Sporthotel-Kurhaus Stoos" welches die Blütezeit von 1880 bis 1905 erreichte. Damals waren die berühmten "Molkenkuren" in besseren Kreisen sehr beliebt und man sah auf dem Stoos zu dieser Zeit sehr viele ausländische Gäste, namentlich Engländer, Franzosen und Russen. Dem Ansturm an Besuchern mussten auch die Verkehrsverbindungen angepasst werden. Deshalb baute man im Jahre 1933 die Drahtseilbahn Schwyz - Stoos. Im gleichen Jahr wurde auch das Kurhaus renoviert. Es verfügte nun über: 200 Betten, Gesellschaftsräume, Tanzsaal, Musikräume, Kegelbahn und sogar über einen Tennisplatz. Mit der Zeit kamen auch zahlreiche Skiklubs auf den Geschmack, so wurden ab 1939 die Skilifte auf den Fronalp und Klingenstock, sowie 1963 das "Alpine Schwimmbad Stoos" gebaut. 1882 wurde der Stoos durch ein Strässchen und 1981 durch die heutige Luftseilbahn mit der Gemeinde verbunden. In den dreissiger Jahren bestand jedoch schon einmal eine Luftseilbahn (Silbervogel genannt), die aber in den sechziger Jahren aberkannt wurde. Ca. 15 Jahre bestand keine Verbindung von Morschach auf den Stoos. Bereits 1933 wurde die Drahtseilbahn Schwyz - Stoos gebaut. Seit 1992 führt eine Luftseilbahn auf den Fronalpstock. Die Gemeinde Morschach bereitet sich vom tiefen Urnersee, 434 Meter über Meer, bis zum Fronalp- und Klingenstock 1935 m aus. Um 1869 begann die illustre Geschichte des Ferienortes Morschach. Berühmte Gäste, Künstler und Dichter rühmten Morschach als eine der schönsten Gegenden unseres Landes. Ambros Eberle erbaute am "schönsten Aussichtspunkt der Welt", wie der Kunstmaler Calame sagte, sein Grandhotel Axenstein. 1873 wurde das zweite Luxushotel, Axenfels erbaut. In diesen Hotels logierten einst Persönlichkeiten von höchstem Rang, wie Königin Viktoria aus England, Ludwig von Bayern und Königin Wilhelmine aus den Niederlanden, der Dichter Johann Wolfgang Goethe, sowie der englische Politiker Winston Churchill. Zwei Golfplätze, Tennisanlagen im Wald, Freibäder und viele lauschige Spazierwege und Parkanlagen verwöhnten die adeligen und berühmten Gäste Europas. Als jedoch durch die Kriegs- und Krisenjahre die Hotelgäste ausblieben, mussten die Grosshotels geschlossen werden. Axenfels wurde 1947 und das Grandhotel Axenstein 1967 abgebrochen. Dadurch war auch das Schicksal der ohnehin nie besonders gewinnbringenden Zahnradbahn besiegelt. Das Parkhotel Axenstein war mehrere Jahre Aufenthaltsort der Schwestern von Ingenbohl und wurde 1999 in Eigentumswohnungen umgebaut. Mit dem Swiss Holiday Park, dem grössten Freizeitpark der Schweiz wird die Tradition auf neuzeitliche Art weitergeführt. 1967 erbaute die Franziskanische Laiengemeinschaft ihr Seminar- und Bildungszentrum Antoniushaus Mattli, das viele Kurse und Besinnungswochen anbietet. Die meisten Morschacher gehen ihrer Erwerbstätigkeit in der Umgebung nach. Mit etwa 120 Mitarbeitern ist der Swiss Holiday Park der grösste Arbeitgeber in der Gemeinde. In der Landwirtschaft gibt es noch rund 30 Familienbetriebe. Im Dorf gibt es einige Vereine, die das Dorfleben bereichern, wie zum Beispiel die Musikgesellschaft und der Kirchenchor mit seinen Konzerten und Auftritten, der Ski-Club mit seinen alljährlichen Theateraufführungen, die Negerschacher-Gesellschaft die zusammen mit der Guggenmusig Fronalp-Chessler für eine ausgelassene Fasnachtszeit sorgen und der Bauernverein der jährlich die beliebte Älplerchilib durchführt. Mit ihnen bescheren weitere Vereine der kleinen Gemeinde über das ganze Jahr hindurch Anlässe, wo das ganze Dorf mitfeiert. Im Jahre 1991 wurde die Eröffnung vom Weg der Schweiz grossartig gefeiert. Die Kantone Waadt, Wallis, Neuenburg und Genf haben dazu verschiedene Kulturgüter finanziert. |
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