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Unterkirche Altarraum (grössere Ansicht) Vier Säulen, verkleidet mit gebrannten Tonplatten, geben dem Altarbereich einen festen Rahmen. Aus einem roten Marmorblock entwachsen da, zu einer Einheit verschmolzen, Altar, Ambo und siebenarmiger Leuchter. Und über ihnen, zentral, der Tabernakel. Der Altar ist durchbrochen gearbeitet und zeigt die Vereinigung von Lebensbaum und Kreuz ("Vom Baum des Paradieses kam der Tod, vom Baum des Kreuzes kam das Leben", Präfation vom 14. Sept., Fest der Kreuzerhöhung, Weihefest der Einsiedler Gnadenkapelle). In der Wandnische darüber schwebt der kugelförmige Tabernakel, in dessen Zentrum ein handgeschliffener Bergkristall leuchtet. Seine Reinheit wirft jedes Licht in den Raum zurück, wird zur strahlenden Mitte, wird zum Kern des Geschehens, wird zum Symbol Christi, der sagte: "Ich bin das Licht der Welt". Im Schliff des Kristalls ist |
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ein zwölffacher Stern zu sehen. Die zwölf aus diesem Zentrum ausgehenden, kreisenden Formen symbolisieren das schwingende Leben im Kosmos und auf Erden, sich harmonisch bewegend, eingefasst ins Rund der Ewigkeit. 24 Flammenhände strahlen die Kraft des Lichtes über jede Begrenzung hinaus ins Unendliche - oder holen, in umgekehrter Bewegung, alle Elemente des Alls hin zu seiner Mitte zurück.
Im unauffälligen Ambo finden wir wiederum symbolisches Geschehen: In den Wellen steht Christus, umgeben von sieben Fischen: Drei sind auf IHN, das Wort, hin gerichtet, die andern streben in die vier Weltrichtungen hinaus, um die hier beim Ambo empfangene Frohbotschaft in die Welt hinauszutragen. Die Fische stehen aber auch stellvertretend für alle Geschöpfe: Ihre Kristallaugen (aus dem gleichen Kristall des Tabernakels geformt) bedeuten, dass in jeder Kreatur ein göttlicher Lichtfunke verborgen ist, der sich, bewusst oder unbewusst, zu dem zurücksehnt, von dem er ausgegangen ist. Der Kolosserbrief drückt es so aus: "Alles, im Himmel und auf Erden, das Sichtbare und das Unsichtbare, ist durch IHN und auf IHN hin geschaffen".
Die Seitenkapellen der Unterkirche sind Menschen gewidmet, die diesen Weg vorausgegangen sind und an diesem Wallfahrtsort besonders verehrt werden (die Muttergottes und Bruder Klaus). |