Mönch werden
Mönch werden ?
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Es genügt nicht, eine Kutte anzuziehen und "Gloria Patri" zu singen - wer den Weg der Mönche gehen will, muss auf Besitz und Familie verzichten, sich einordnen können und in einer Gemeinschaft von Menschen leben, die einander nicht selber gewählt hat. Vor allem muss er den ehrlichen Willen haben, Gott zu suchen. Darum wird er sich jahrelang prüfen und prüfen lassen.
Ein langer Weg
Ein Interessent kommt zuerst als Gast. Er meldet sich also zuerst beim Gastpater, dann nimmt er Kontakt auf mit dem Novizenmeister.
Das Mönchsleben ist ein Weg des "Gott-Suchens". Wer sich religiös motiviert fühlt und daran denkt, Mönch zu werden, kann mit dem Kloster Kontakt aufnehmen, zuerst vielleicht als Gast an Wochenenden, dann in einem mehrwöchigen Aufenthalt, schliesslich während einer ca. einjährigen Kandidatur. So lernt er den klösterlichen Alltag kennen, besonders Gottesdienst und Arbeit. Wenn Kandidat und Kloster einen Eintritt für möglich halten, folgt das einjährige Noviziat, das eine Einführung in die Regel Benedikts, in die klösterliche Spiritualität, in das Gebet (Psalmen, Meditation) und das Gemeinschaftsleben bietet. Wenn der Novize den klösterlichen Weg weiter gehen will, legt er die Mönchsgelübde zunächst befristet auf drei Jahre ab. Während dieser Jahren erfolgt die philosophisch-theologische Ausbildung oder der erste berufliche Einsatz. Wenn sich der junge Mönch für dauernd der Klostergemeinschaft anschliessen will, legt er die ewige Profess ab. Für manche folgen weitere Jahre der Ausbildung in Theologie und Seelsorge, sowie die
Diakons- und die Priesterweihe, vielleicht auch weitere Studien oder neue Berufseinsätze. Von den heiligen Weihen abgesehen sind Priester und Berufsleute einander gleichgestellt. -
Im Kloster, das von Benedikt als "Schule" im Dienst Christi verstanden wird, ist man zeitlebens unterwegs zu Gott und hat nie ausgelernt.
Die klösterlichen Gelübde bringen - was für die Benediktiner typisch ist - die dauernde Eingliederung in die Gemeinschaft von Einsiedeln (stabilitas). Der Mönch gelobt die klösterliche Lebensweise. Er verzichtet auf persönlichen Besitz, doch versorgt ihn die Gemeinschaft mit allem Notwendigen. Er verzichtet auf Ehe und Familie, ist aber zu intensiver Gottes- und Nächstenliebe berufen. Er verspricht, sich gehorsam in die Lebensgemeinschaft einzufügen und ihre Aufgaben willig mitzutragen. Den Benediktiner charakterisieren eine gewisse Vorliebe für Zeiten der Stille und Besinnlichkeit, für ein frohes, schlichtes und sich selber zurücknehmendes Verhalten. - Ein vorbildlich benediktinisches Leben hat in unserem Jahrhundert der Diener Gottes Bruder Meinrad Eugster (+ 1925) geführt, dessen Seligsprechung vorbereitet wird.
Adressen:
Gastpater:
P. Jean-Sébastien Charrière
Tel. 055 / 418 62 40
Fax 055 / 418 62 39
E-Mail: Gastpater
Novizenmeister:
P. Dr. Gregor Jäggi
Tel. 055 / 418 65 22
E-Mail: Novizenmeister
 
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