Berthod: «Mir geht's super im Wohnmobil» |
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| Marc Berthod hatte eine schwierige vergangene Saison. Hartnäckige Rückenschmerzen warfen ihn immer wieder zurück. Nun startet er einen Neuversuch mit einem eigenen Konditionstrainer und Wohnmobil. Eigentlich ist es keine Überraschung, dass Marc Berthod künftig in einem Wohnmobil von Rennen zu Rennen tingelt. Zu seinem immer länger wuchernden Vollbart und zu seiner wilden Mähne passt ein solches Gefährt wie die Faust aufs Auge. Seit Anfang Juli besitzt der bald 26-jährige Skiprofi ein Wohnmobil. In den vergangenen Wochen hat er in diesem oft gewohnt und ist mit seinem mobilen Eigenheim an die Trainings nach Saas-Fee oder Zermatt gereist. Steuern tut Berthod sein Wohnmobil selten selber. «Ich habe erst den Lernfahrausweis», sagt er. Deshalb sitzt meist Guido Suter am Steuer, sein neuer Privattrainer, der ihn künftig an praktisch alle Rennen begleitet. Gesunder Schlaf Während Suter am Steuer sitzt und vom Trainingscamp in Saas-Fee Richtung Bündnerland kutschiert, hat Berthod Zeit für anderes und kann zum Beispiel in Ruhe mit der «EP/PL» telefonieren. «Das mit dem Wohnmobil läuft super, ich geniesse mein Eigenheim total.» Er schlafe auch gut im Camper, erzählt Berthod. Denn ein Grund, wieso er sich für einen Neustart im Wohnmobil entschieden hat, sind seine hartnäckigen Rückenprobleme, die ihm in der vergangenen Saison so viele Probleme bereitet haben. Im Wohnmobil kann er nun jede Nacht im gleichen Bett schlafen, das die optimale Härte für seinen fragilen Rücken hat. Linderung erhofft sich der St.Moritzer aber auch von Guido Suter. Suter ist diplomierter Sportund Konditionstrainer mit viel physiotherapeutischem Fachwissen. Berthod kennt Suter von früher, als dieser noch das B-Kader betreute. Sein Konditionstraining hat Berthod diesen Sommer vollständig mit Suter gestaltet und nicht mehr mit seinen Kollegen. «Wir machen nichts Aussergewöhnliches, sondern mehr oder weniger ein ganz normales Kraft und Konditionstraining. Aber ich stemme eher etwas leichtere Gewichte, und damit der Rücken immer gut geführt ist, trainiere ich mehr an Maschinen als mit Freihanteln», erklärt der Engadiner. Dazu macht Berthod vermehrt spezielle Übungen für den Rücken und die Rumpf-Stabilisation. Suter begleitet Berthod über den ganzen Winter, nur an den Novemberrennen in Nordamerika wird er nicht dabei sein. Entlöhnen tut der Skiprofi seinen Privattrainer aus dem eigenen Sack. Neben einem kleinen Fixum bekommt Suter einen Anteil an Berthods Prämien. «So bleibt zwar weniger für mich übrig, aber wenn ich dadurch wieder schneller Ski fahre, lohnt sich diese Investition allemal.» Für die erste Saison sei der Lohn von Suter gesichert, im Frühling werde dann geschaut, wie es weiter geht, meint Berthod. |
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| Quelle: Engadiner Post/Posta Ladina, 22.10.2009 | ||