26.11.2009: Noch kein Weltcupstart für Marco Grigoli
Noch kein Weltcupstart für den St. Moritzer Marco Grigoli
Morgen Freitag beginnt im finnischen Kuusamo der Weltcupwinter der Skispringer. Das Schweizer Team mit den Leadern Ammann und Küttel tritt noch ohne Marco Grigoli an. Der St. Moritzer leidet an Rückenproblemen.


Die Skispringer Simon Ammann und Andreas Küttel gehören im Schweizer Sport zu den Medaillengaranten, wenn es an Grossanlässe geht. Sowohl an Olympia wie an Weltmeisterschaften haben die beiden schon Gold nach Hause gebracht. Sie starten darum gelassen in den Winter 2009/10 mit den Olympischen Spielen von Vancouver als Höhepunkt. Der Druck lastet auf der Konkurrenz.

Endlich wieder ein Team?
«Ich kann nur hoffen, dass die Vergangenheit positiven Einfluss auf die Zukunft hat», formulierte Simon Ammann seine Situation gegenüber der Agentur Sportinformation. Nach dem letzten Winter mit nicht weniger als 17 Podestplätzen im Weltcup und dem Gesamtsieg im Sommer Grand Prix 2009, befindet sich der Toggenburger in einer idealen Ausgangsposition. «Ich bin relaxed, verspüre keinen Druck», betont Ammann. Und Andreas Küttel, letztes Jahr Weltmeister, sieht die Lage ähnlich. «Alles was kommt ist Zugabe», meint der Vaterfreuden entgegenblickende Schwyzer. Ammann und Küttel waren zuletzt ein einsames Schweizer Duo auf der internationalen Springerbühne. Der Nachwuchs kam lange nicht hinterher. Der Ende Saison abtretende Skisprung- Verantwortliche Gary Furrer bemühte sich, für Vancouver auch eine Teilnahme im Teamwettkampf ins Auge zu nehmen. Im Sommer 2009 zeigte sich, dass die Bemühungen im Nachwuchsbereich doch fruchten. So schaffte u.a. der 18-jährige St. Moritzer Marco Grigoli im Alpencup den Sprung aufs Podest.

Grigolis Rückenprobleme
Der in Einsiedeln die Schule besuchende Engadiner hatte sein grosses Talent schon in früheren Jahren angedeutet, aber er wurde zwischenzeitlich immer wieder zurückgeworfen. Im Herbst überzeugte er im deutschen Oberstdorf beim Alpencup mit einem zweiten und einem siebten Rang, dazu wurde er im FIS-Cup in Einsiedeln bei guter Besetzung 9. und 16., so dass der junge Athlet des SC Alpina St. Moritz eigentlich zum Weltcupstart im Schweizer Team in Kuusamo stehen sollte. Doch Rückenschmerzen machten Grigoli einen Strich durch die Rechnung. Die Probleme sind ähnlicher Art wie jene von Alpinfahrer Marc Berthod. Marco Grigoli hofft jedoch, baldmöglichst wieder fit zu sein, damit das B-Kader-Mitglied von Swiss Ski in kommenden Weltcupspringen seine Teamtauglichkeit für die Olympischen Spiele in Vancouver unter Beweis stellen kann.
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Der 18-jährige St. Moritzer Skispringer Marco Grigoli. Foto: swiss ski


Die wichtigsten Skisprung-Daten 2009/10.
27./28. November, Weltcupstart in Kuusamo (Finnland). 19./20. Dezember Engelberg. 29. Dezember bis 6. Januar: Vierschanzentournee. Olympia Vancouver: 13. Februar Springen Normalschanze. 20. Februar Grossschanze. 22. Februar Teamspringen (Grossschanze). 19. bis 21. März Weltmeisterschaften Skifliegen (Planica).
Das Schweizer Kader 2009/10. Nationalmannschaft: Simon Ammann (1981, Schindellegi); Andreas Küttel (1979, Einsiedeln). B-Kader: Marco Grigoli (1991, St. Moritz); Pascal Egloff (1992, Grabserberg); Adrian Schuler (1992, Einsiedeln).




Ein St. Moritzer als Nachfolger Furrers?
skr. Ende Saison 2009/10 tritt der langjährige Schweizer Skisprungchef Gary Furrer ab und übernimmt bei Swiss Ski die Leitung des Ressorts Breitensport. Bereits sind schweizweit die Spekulationen um seine Nachfolge im Gange. «Gehandelt » werden dabei auch zwei St.Moritzer: Der jetzt bei den russischen Skispringern arbeitende ehemalige Schweizer Nationaltrainer Berni Schödler sowie dessen Bruder Philip Schödler, der zurzeit im Trainerstab von Swiss Ski arbeitet.


Quelle: Engadiner Post/Posta Ladina, 26.11.2009, Autor: Stephan Kiener
 
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